Sonntag, 30. Juni 2019

„Die Ehe ist eine Hölle bei gemeinsamem Schlafzimmer; bei getrennten Schlafzimmern ist sie nur noch ein Fegefeuer; ohne Zusammenwohnen wäre sie vielleicht das Paradies.“ (Henry de Montherlant)

Das Zitat des Tages, ich habe überlegt, ob ich nach gestern heute schon wieder einen Post erstelle. Als ich dieses Zitat las, war mir eigentlich klar, dass ich es tun muss. Wieso "eigentlich"? Es ist einfach eine romantische Vorstellung: "Ohne Zusammenwohnen wäre sie vielleicht das Paradies." Es ist ein Punkt, der, wie soll man es sagen, ich glaube in mehr deutschen Haushalten präsent ist, als viele zugeben wollen. Meine Überzeugung ist, dass viele Männer ihr Männlichkeit untergraben lassen. Wer das nicht tut, der hat einen Stock im Arsch oder ist einfach eine Wurst. Dies ist sehr umgangssprachlich, aber ich liebe es nun mal Dinge auf den Punkt zu bringen und Dinge beim Namen zu nennen, ohne groß herum zu schweifen. Es ist einfach so, dass wir Deutsche sehr traditionell sind was Familie angeht. Und wir Männer lieben unsere Kinder. Letztlich sind es oftmals - teilweise sicher auch ausschließlich - die Kinder, die eine Beziehung am Leben erhalten. Andererseits sind sie es meist auch erst, die diese derart auf die Probe stellen. Also, Streit ist sicherlich in jedem Haushalt normal, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, das muss jeder für sich entscheiden, wozu er sich zählt. Man sollte nur jedenfalls darauf achten, sich selbst immer zu entfalten und weiter zu entwickeln und seine Persönlichkeit, insofern man sie gefunden hat, nicht untergraben zu lassen. Das wirkt peinlich und ist zum fremdschämen. Aber das ist ein hartes Thema, d.h. es ist unbequem und es wird nicht viele geben, die jetzt sagen, "oh stimmt, da zähle ich mich dazu". Vielleicht innerlich schon, aber äußerlich geht man bei dieser Erkenntnis eher auf Abwehr/Gegenangriff. Das ist sicherlich auch rein subjektiv, da bin ich radikal in meiner Erkenntnis. Frauen tuen Männern bis zu einem gewissen Grad auch gut, aber... und das ist das Heikelste an einer Beziehung, es ist ein verdammt schmaler Grat, es zuzulassen, dass sie uns "erziehen", was unsere Mütter nie geschafft haben, und andererseits uns unsere Männlichkeit, unsere Freiheit, unsere rebellische Ader nicht nehmen zu lassen. Viel Spaß bei der Umsetzung dieser "Ehe-Mission" :)
Jeder kann sich ja selbst einmal ausmalen, wie eine Ehe ohne Zusammenwohnen wäre. Gerade "heutzutage" undenkbar. Vor allem mit Kindern. Ein meiner Meinung nach altbackenes Zitat, am Ende aber mit brandaktueller Bedeutung. Das gemeinsame Schlafzimmer sehe ich nicht mal als Problem, es ist eher der oben angesprochene "schmale Grat".

Ich bin raus.

Liebe Grüße

Euer Michael Fuel

Samstag, 29. Juni 2019

„Idealismus ist die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.“ (Curt Goetz)

Wenn Idealismus dies bedeutet, frage ich mich, wie könnten Menschen denn sein und wie sind sie? Was fällt mir darauf spontan ein? Warum ist die Formulierung "wie Menschen sind" bei mir so negativ konnotiert? Dies beruht auf zwei Umständen. Zum einen die eigene Erfahrung mit Menschen, z.B. auf Arbeit oder in der Freizeit. Zum anderen tragen die Medien dazu bei.
In den Medien herrschen negative Schlagzeilen vor, will ich mich in meine Email einloggen, kommen überwiegend irrelevante Themen und zudem mehr negative als positive Themen. Ist das die Spiegelung der Wirklichkeit? Es ruft in mir jedenfalls Kopfschütteln hervor, zu was Menschen fähig sind, ohne auf konkrete Beispiele eingehen zu wollen. Das Einloggen in die Emails ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Gute Nachrichten sind selten bzw. müsste man danach explizit suchen. Negative Nachrichten erreichen einen immer, egal ob man das will, oder nicht. Jedenfalls müsste man viel dafür tun, dass sie einen nicht erreichen.
Was sehe ich für Menschen im Beruf? Was sehe ich für Menschen in der Freizeit? Es ist freilich sehr unterschiedlich. Aber man trifft doch recht viele... ich will mal sagen, "unvollkommene" Menschen, ohne dies böse zu meinen. Bin ich vollkommen? Nein, sicherlich nicht. Aber ich sehe mich schon auf einem recht guten Weg und ich weiß, wann ich nicht gut war, ich reflektiere mich, und das schon sehr bald nach weniger guten Taten. Jedoch, diese Unvollkommenen, sie schaden der Gesellschaft, sie schaden mir. Nicht das ich daran kaputt gehe, aber es sind Kämpfe, die ich nicht führen wollen würde, wenn ich es nicht müsste. Man könnte diese Ressourcen gewinnbringender einbringen. Gleiches in der Freizeit. Nehmen wir das Vereinsleben. Ich war in vielen Fußballvereinen und muss sagen, ich liebe Fußball, aber es tümmeln sich dort mehrheitlich nicht die besten Charaktere.
Um es abzukürzen: Es gibt, wie es das obige Zitat andeutet, enormes Verbesserungspotential unter den Menschen, wie sie also sein könnten, von dem her gesehen, wie sie sind. Das spiegelt auch meine Erfahrung wieder. Sicherlich trage ich auch dazu bei, in welcher Umgebung ich sozialisiert bin, aber das ist nun mal der Kompromiss, den man gehen muss, wenn man die Spielregeln dieser Gesellschaft mitspielen möchte.
Ich könnte noch viel tiefer darauf eingehen, z.B. wie Menschen sein könnten. Dies, so denke ich, werde ich aber in weiteren Zitaten tun, oder habe es schon in vergangenen Zitaten getan. Es ist das immerwährende Thema, welches mich antreibt.

Liebe Grüße an den Leser dieses Eintrags

Michael Fuel

Sonntag, 8. Oktober 2017

„Seit ich auf deutsche Erde trat, Durchströmen mich Zaubersäfte - Der Riese hat wieder die Mutter berührt, Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.“ (Heinrich Heine)

First, I made a long break... and I start now to write in English, but be patient with me, I have to derust it.

"Since I stepped on german ground, magic juices flow through me - The giant has touched the mother again, And the power grew again."
(Heinrich Heine, * 13. 12. 1797 - Düsseldorf, † 17. 02. 1856 - Paris)

A quote of Heinrich Heine. Its really something special within it. Its called "Germany, the land of denser and thinker." And maybe there is a kind of trueness. When I read this quotation of Heinrich Heine I felt like I have to restart writing in this blog. I started three blogs and only this has (still) constand visitors, from whole the world. So this made me restart writing and to do this in english. Sometimes I feel this magic juices in me, dont know if it belongs to german ground or not. Of course I'm sure people all over the world feel this magic juices in theirselfes. And I hope there will be more and more people, because the world need this people. Writing this makes me feel better and gives me new power. Maybe reading this gives new power to others. This would be great. From a other point of view, maybe germans have a big responsibility to help in the world, because we are lucky (still) to have a peaceful and luxury environment. Ok, we have civilisation problems and diseases, and much of them, but we have an easy chance to grow to wise people. That gives us the responsibility to share our luck with the people who grow up in war and injustice. How to do? Being a good person and not stop trying to get a better person is maybe a good way. Maybe writing here is a step on my way for this. Even struggeling with the civilisation problems every day (mostly on work).

What I would never say in real, but what I want to write here:

In Love

Michael Fuel

Freitag, 26. Juli 2013

„Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben, die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.“ Sophia Loren

Lieben und attraktiv finden sind zwei komplett verschiedene Dinge. Es gibt eine Vorstellung von Schönheit. Es gibt Menschen, die empfinden wir schöner als andere Menschen. Wobei Schönheit an sich auch Definitionssache ist, was finde ich schön. Attraktivität im Grunde auch, was finde ich attraktiv. Ich würde aber unterscheiden - um Schönheit von Attraktivität zu trennen - zwischen schön und attraktiv. Attraktiv kann jemand sein mit einer guten Figur, reizvoller Kleidung und einem ansprechenden Äußeren. Schön hingegen ist jemand, der auch mit inneren Werten überzeugt. Schönheit kommt durch eine Aura, die sich aus den Einstellungen und Werten, dem (intuitiven) Handeln und Denken ergibt. Im Zitat ist also Attraktivität gemeint. Und nur weil jemand attraktiv ist, kann er nicht erwarten, (ehrlich) begehrt zu werden. Ehrliche Begehrung ist eine Form von Liebe bis hin zu reiner Liebe. Zudem kann Schönheit auch ohne (gesellschaftlich anerkannte) Attraktivität vorliegen. Denn eine attraktive Aura macht auch einen Menschen attraktiv bzw. schön. Somit entscheidet nicht die "Schönheit", wen wir lieben, sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.

Donnerstag, 25. Juli 2013

„Das schwächere Geschlecht ist das stärkere - wegen der Schwäche des stärkeren für das schwächere.“ Greta Garbo

Der Mann wird als das starke Geschlecht bezeichnet. Welche Stärke ist damit gemeint? Man kann sicherlich nicht negieren, dass Mann und Frau von der Natur her verschieden sind. Sowohl das Handeln und Denken, die intuitiven Momente, sind verschieden, als auch die Physis. In letzterer ist der Mann stärker, das steht fest. Männer hören es gerne, das stärkere Geschlecht zu sein und verhalten sich in "freier Natur" auch so. Aber wie sieht es zu Hause aus? Wer hat denn die Hosen an? Tja... oftmals sind das nicht die Männer. Frauen - ob bewusst oder unbewusst - bestimmen sehr wohl die Entwicklung und das Verhalten von uns Männern. Ich möchte sagen, das ist auch gut so. Der Spruch "das Kind im Manne" kommt nicht von ungefähr. Bei weitem nicht alle, aber doch viele Männer, haben andere Prioritäten im Leben, als vernünftig zu sein. Unvernünftigkeit macht sicherlich Spaß, bringt aber auch Nachteile mit sich. Sie ist z.B. wenig nachhaltig. Gute Frauen, Frauen, die gut sind für uns, sind vernünftig und bringen uns zur Vernunft. Gute Frauen ziehen uns an und machen uns schwach, in der Hinsicht, dass wir unser Revierverhalten ihnen gegenüber ablegen und doch ganz lieb sein können und sogar Gefühle zeigen können. Abgesehen davon, dass es sehr schade ist - und auch nur schwer vorstellbar - Männern gegenüber echte Gefühle (nicht der Liebe, aber der eigenen Herzlichkeit, die immanent ist) zu zeigen, sollten wir uns doch auch im Alltag vernünftiger geben. Gute Frauen bringen uns vom Rauchen ab, gute Frauen wollen nicht, dass wir (viel) Alkohol trinken, gute Frauen machen uns klar, dass wir Verantwortung im Leben haben und nicht nur mit unseren Freunden weggehen können und nur an Fußball denken können. Männer wollen Frauen, Frauen verzaubern uns Männer, und das ist auch gut so. Das ist schön, das ist Sinn. Mann und Frau, Kinder zeugen, ein gemeinsames zu Hause haben. Verantwortung gegenüber der gedeihenden Gesellschaft. Das ist nachhaltig.

Freitag, 19. Juli 2013

„Das Streben nach Glück scheint mir eine falsche Spur zu sein. Nach Glück zu streben, das ist wie das Streben nach Vanille-Eis. Es ist ein angenehmer Geschmack, aber nicht etwas, was man tatsächlich verfolgen kann.“ Tilda Swinton

Wie schmeckt das Streben nach Glück? Ich weiß es nicht. Wie kommt man zum Glück? Wie findet man die richtige Spur? Was kann man tatsächlich verfolgen? Sicherlich kann man nicht direkt nach Glück streben. Wie so oft steckt der Teufel im Detail. Es gilt an sich zu arbeiten, seine Spur zu suchen und diese zu verfolgen. Die Selbstfindung ist wichtig, sein Potential zu entdecken, seine eigene Quelle zu suchen. Das ist der Schlüssel zum Glück. Alles ergibt sich, wenn man auf "seiner" eigenen Spur ist. Das sind viele Aspekte und Facetten, die bearbeitet werden müssen. Man könnte sagen, je reiner das Karma, desto größer das Glück. Man kann darüber müde Lächeln, oder es einmal versuchen. Viel Glück!

Sonntag, 6. Januar 2013

„Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.“ (Herrmann Hesse)

Ich tendiere dazu zu sagen, dass wir Menschen es pflegen, uns unsere Umstände so einzurichten, dass wir uns möglichst wohl in ihnen fühlen. Gleichzeitig hegen Menschen oftmals - vielleicht auch eher unterbewusst - Wünsche und Gedanken an Dinge, die ihrer Meinung nach besser sein könnten. Verliert man sich in diesen Gedanken und Wünschen, kann es passieren, dass wir vergessen, wie wertvoll und ausreichend unsere derzeitigen Lebensumstände sind. Wir vergessen oftmals, wie gut es uns eigentlich geht. Ja, es könnte durchaus viel schlimmer sein. Es ist also geboten öfter daran zu denken, in welch komfortabler Situation man sich befindet. Es gilt öfter Dankbarkeit zu zeigen, vor allem auch den Menschen, die für uns da sind und unser Leben so erträglich gestalten. Es gilt aber auch, Stolz auf sich selbst zu sein, auf das, was man bisher erreicht hat, auf das, was man bisher im Leben bewältigt hat. Jeder der Essen hat sollte dankbar dafür sein. Jeder, der einigermaßen gesund ist, sollte dankbar dafür sein und seine Zeit sinnvoll nutzen. Jeder, der ein Dach über den Kopf hat, der eine warme Bleibe hat, einen Ort, an den er sich zurück ziehen kann, wohlwissend, was er dort zur Bereicherung seiner Lebensqualität vorfindet und sich erschaffen hat oder für ihn erschaffen wurde, sollte auch dankbar dafür sein. Dies sind für mich alles Umstände, für die man sagen kann, sie machen unser Leben paradiesischer.

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Its time to start writing also in english. It is training for me and visitors, if there are some. :-) Yes of course, i'm all the time with my dictionary. :-)

Todays quotation is from Hermann Hesse: "The paradise reveals first as paradise when we are dispelled from it."

I tend to say, that humans try to make their life as comfortable as possible. But at the same time humans often have wishes and thoughts that things could be better. If you lose in this thoughts and wishes, it could happen, that we forget how worthwhile and sufficient our circumstances of living are. Often we forget how fine we are doing. Yes, it could be much more worth. So its necessary to think more often how comfortable our situation is. Its necessary to show more thankfulness, especially for the people, who care for us and who give our life so much pleasure. But its also necessary, to be proud of ourselfes, of the things we reached, of the things we overcome in our lifes. Everybody who has food, should be thankful for it. Everybode, who is healthy, should be thankful for it and use the time sensible. Everybody who has a warm place of living, a place, where he can retire, knowing that this place give his life more quality and which place he created oder was created by someone, should be thankful for it. This are circumstances, for which we could say, they bring our life more close to paradise.


Donnerstag, 16. August 2012

Paul Coelho: „Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.“

Paul Coelho: „Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen.“

Manche Zitate geben einem ein gewisses, besonderes Gefühl. Bei diesem Zitat ist es so. Man teilt in dem Augenblick, in dem man das Zitat auf sich wirken lässt genau das Gefühl, was wohl auch der Verfasser hatte und wohl auch zukünftige Leser haben werden. Dieses Zitat trägt eine große Botschaft in sich, die kaum in Worte zu fassen ist. Dennoch möchte ich dieses Zitat so nicht "zurücklassen", sondern mit ein paar Zeilen würdigen.

Oft nehmen wir uns etwas vor. Manchmal tun wir es, manchmal nicht. Viele Einflüsse spielen dabei eine Rolle zugunsten oder gegen eine Entscheidung. Letztendlich ist es aber doch so, dass wir Mut zu Entscheidungen haben sollten, etwas zu tun. Wenn man sich also sagt, soll ich zu Hause bleiben oder etwas machen, sollte man einfach mal etwas Spontanität beweisen. Im Zweifel allerdings immer auf die Intuition hören. Wie dem auch sei. "Wenn man einen Entschluß gefaßt hat" und diesen mit aller Lebensfreude nachgeht, seiner Neugier freien Lauf lässt und seine Bedürfnisse stillt, wenn man sozusagen das Schicksal zulässt, dann kann man sich von der gewaltigen Strömung tragen lassen. Es werden sich dabei Türen und Tore öffnen, die man betreten kann. Es liegt an einem selbst, was man zulässt. Ich glaube das Geheimnis liegt darin, mehr Spiritualität zu suchen, wofür man sich aber Zeit für sich selbst nehmen muss und im Grunde gegen den Mainstream bestehen muss.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Matthias Claudius: „Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“

Eine zugegebenermaßen etwas "erweiterte" Interpretation des Zitats.

Oft meint man Menschen richtig zu kennen oder einschätzen zu können. Man glaubt aufgrund deren Benehmens im Abgleich mit eigenen Weltansichten Rückschlüsse auf deren Zustand oder deren Potential vornehmen zu können. Es ist aber doch eher so, dass die Mehrzahl der Menschen sich nicht genügend Zeit nimmt, einander besser kennenzulernen. Man braucht schon einiges an Intuition und Menschenkenntnis und muss die Fähigkeit haben Kleinigkeiten im Zusammenhang mit dem Großen Ganzen bemerken zu können um letztendlich einen Menschen korrekt einzuschätzen. Man sollte eben (und so beziehen wir uns jetzt auf das Zitat von Matthias Claudius) immer davon ausgehen, dass der Gegenüber nicht alles sagt, was er weiß, bzw. (und so erweitere ich es) das was er gerade in dem Moment tut, nicht ausschlaggebend ist um dies auf eine Verallgemeinerung zurückzuführen. Man selbst muss dabei allerdings facettenreich genug sein, um dies zu erkennen. Der zweite Teil des Zitats bedeutet wohl (für alle gleich) den Hinweis darauf, seine Worte doch einmal des Öfteren mit Bedacht zu wählen. Also "erst denken dann reden" sozusagen oder einfach mal frei nach Nietzsche den "begabten Jüngling mit Gewalt unter die Glasglocke des guten Geschmacks und der strengen sprachlichen Zucht"² zu setzen.

Zusammenfassung: Nicht vorschnell über Menschen urteilen, sondern sich die Mühe machen und sie besser (richtig) kennenzulernen. Und, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. :-)

²(Vgl. Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, S. 675)

Dienstag, 19. Juni 2012

Mahatma Gandhi: „Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“

Was bedeutet "schwach"? Was bedeutet "stark"? Und kann man verzeihen verallgemeinern? Es gibt sicher Dinge, die schwerer und Dinge, die leichter wiegen, also schwerer oder leichter zu verzeihen sind. Ich würde es so deuten, dass Schwäche und Stärke den Grad der Selbstakzeptanz bezeichnen. Denn wer mit sich selbst und der Welt im reinen ist (mag sein, dass sich diese Phrase wiederholt), der ist auch öfter bereit zu verzeihen, sich nicht an "Kleinigkeiten" aufzuziehen. Es fällt denjenigem leichter über Dinge hinwegzusehen, die andere nicht so leicht verzeihen würden. Dies ist wohl auch tagesformabhängig, wer einen schlechten Tag hat, ist leichter reizbar und verwundbar und verzeiht an diesem Tag nicht in dem Maße, wie er vielleicht an einem anderen Tag verzeihen würde. Und da sind wir wieder bei dem Maß der Selbstakzeptanz, es heißt also, schlechte Tage zu analysieren und zu bekämpfen, was bedrückt mich da, was zieht mich runter und wie kann ich dem begegnen, es bewältigen? Es gilt also sich selbst - und das meint auch die "Umstände der je eigenen Umwelt" - täglich neu zu akzeptieren. Und zu verzeihen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Martin Luther King: „Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.“


Was ist Erfolg? Wer sagt uns, nachdem wir auf die Welt gekommen sind, was für uns Erfolg ist/sein soll? Wer hat das Recht dazu?

Erfolg zu haben ist für die einen (wie Martin Luther King es sagt) Geld zu haben oder ein teures Auto zu fahren, für die anderen heißt Erfolg im Sport zu siegen und wieder für andere kann Erfolg bedeuten eine möglichst optimale Sozialisation hinter sich zu haben.

Eine möglichst optimale Sozialisation bedeutet, sein Leben so zu gestalten, um einen maximal möglichen Grad an Lebensfreude zu erreichen. Da liegt das Geheimnis, was bereitet uns - jedem Einzelnen für sich - Freude? Was macht einen glücklich? Was suchen wir? Was ist das, was uns Spaß macht? Wer traut sich denn noch, das zu machen, worauf er Lust/woran er Spaß hat? Und, wer schafft es überhaupt noch in einer nicht immer einfachen Welt, in der man beim Spaß haben auch leicht abrutschen kann?!

Ein guter Tipp von Martin Luther King, den ich an dieser Stelle wieder in Erinnerung rufen möchte: Jeder sollte es mit einem maximal möglichen Grad an Hilfsbereitschaft und Maß an Menschlichkeit versuchen.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Theodor Fontane: „Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.“

Diesem Zitat kann ich nicht zustimmen. Das ist für mich eine Verunglimpfung und Verzerrung des Begriffes Optimismus. Ein Optimist ist ein Mensch, der Freude und Hoffnung in sich vereint. Ein Optimist ist ein lebensbejahender und glücklicher Mensch, der intuitiv lebt und sich von den Wellen des Lebens treiben lässt; aber auch Geld mit nimmt, wenn er Essen geht. Freude - Optimismus - Hoffnung, und der Kreis schließt sich!

Montag, 7. Mai 2012

Sokrates: „Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“

Ein Zitat von Sokrates, einer jener Philosophen, die sicher jeder kennt. Kann ein Einzelner etwas in der Welt bewegen? Was kann ich schon tun gegen die Klimaerwärmung, gegen den Missbrauch von Tieren? Man kann schon einiges tun und man kann auch Spuren hinterlassen. Was aber einfach wichtig ist, ist das man immer an sich selbst arbeitet. Alle eigenen Handlungen, egal wo man (nicht) ist und was man (nicht) macht, hat Auswirkungen auf das Leben anderer, also grob gesagt, beeinflussen wir mit allen (Nicht-)Handlungen die Welt. Wir bewegen also die Welt, im Guten oder nicht so Guten. Je mehr wir aber an uns selbst arbeiten, desto vorbildlicher können wir für andere sein und Dinge im positiven beeinflussen. Wer also sich selbst bewegt, an sich selbst arbeitet, sein Verhalten optimiert, der bewegt auch die Welt.

Freitag, 20. April 2012

Marlon Brando: „Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“

Nach einiger Zeit wieder einmal ein Beitrag von mir. Das hat nichts mit dem Zitat an sich zu tun, eher damit, dass die Philosophie immer lauter nach mir ruft. :-)

Heute habe ich also auf zitate-online dieses Zitat gefunden. Ich finde es recht schön, denn es entspricht auch "meiner" Philosophie. Zu oft stellt uns das Leben ein Bein und versucht uns auf Irrwege zu führen, die sich uns von uns selbst entfernen lassen. Nicht immer kann man alle Dinge mit Abstand betrachten und reflektieren, man handelt dann oft unbesonnen und spürt seine Intuition nicht mehr. Etwas konkreter gesagt, kann man oft beobachten, dass Menschen wenig "Selbst-Bewusst" durchs Leben gehen, oftmals wie Marionetten ein Programm abspulen. Sie sind weiter von sich entfernt als sie glauben und als es ihnen lieb ist. Ich habe das Gefühl, dass es auch mir derzeit ähnlich geht, man hat das Gefühl, dadurch Zeit seines Lebens zu verlieren. Andererseits tröstet man sich in dem Gedanken, dass es vielleicht doch alles zum Schicksal gehört. Wird sich alles fügen? Man wird es wohl erst später herausfinden, aber sicher bald. Doch während man sich mit der Philosophie des Lebens beschäftigt, spürt man auch wie man sich selbst wieder näher kommt und das ist ein schönes Gefühl. Menschen sollten sich mehr mit Philosophie beschäftigen, mit der Suche nach sich selbst. Doch das ist in unserer Leistungsgesellschaft für viele etwas völlig Fremdes und eher etwas, worüber man zu lachen vermag. Meist geht man genau dann aber nicht seinen eigenen Weg und läuft immer wieder Gefahr von anderen überholt zu werden. Man beginnt sich umzuschauen und zu zweifeln, ob man überhaupt auf dem richtigen Weg ist.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

François de La Rochefoucauld: „Man verzeiht im gleichen Ausmaß in dem man liebt.“

Wer hat heutzutage noch die Fähigkeit zu lieben? Was ist lieben? Was kann man lieben? Andere... das Leben... sich selbst. Ich würde behaupten, dass die Fähigkeit zu lieben auch damit zusammenhängt, wie rein man mit sich selbst ist. Da gibt es ja Aussagen wie, man kann andere nur so sehr lieben, wie man sich selbst liebt. So verkehrt ist das gar nicht, auch wenn es irgendwie - naja - blöd klingt, sich selbst zu lieben. Aber es geht wohl mehr darum, sich so zu akzeptieren wie man ist und weniger darum, in sich selbst verliebt zu sein, mit Schmetterlingen im Bauch und sowas. Wenn man also mit sich im reinen ist, hinter seinen Entscheidungen steht und das macht, was man für richtig hält und was man machen will, fällt es einem auch leichter mit Dingen im Leben umzugehen, die nicht so kommen, wie man sie gerne hätte. Diese Dinge, kann man dann leichter verzeihen. Seien es Ungereimtheiten mit anderen, die einen verärgern, oder Ereignisse, die der Alltag für uns bereit hält, oder auch Dinge an einem selbst, die man nicht gut findet. Man sollte immer optimistisch nach vorne blicken (das Leben lieben) und verzeihen können. Dann kommt alles andere von allein.

Mittwoch, 30. November 2011

Lucius Annaeus Seneca

„Man muss beides verbinden und miteinander abwechseln lassen, Einsamkeit und Geselligkeit. Die eine weckt in uns die Sehnsucht nach Menschen, die andere die Sehnsucht nach uns selbst.“

Was für ein Prachtzitat. Wer kennt das nicht? Man möchte jetzt einfach mal allein sein, einfach mal seine Ruhe haben. Zum Beispiel ein gutes Buch lesen und entspannen. Die Zeit mit sich selbst ist wichtig, um in sich hineinzuhören und sich um sich selbst zu kümmern. Ist man aber zu lange allein, kann es schnell passieren, dass man sich nach Gesellschaft sehnt. Es ist doch oft sehr schön, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Ob mit Schulfreunden, mit Kommilitonen, mit Vereinskameraden, mit Freunden beim Weggehen oder beim Familienausflug. Die Momente, die man mit Mitmenschen erlebt, diese Gefühle, die dort entstehen können, die bekommt man alleine in der Form nicht. Man hat oft viel Spaß und manchmal auch schicksalhafte Momente, wo die Zusammenkunft mit anderen Menschen Überraschungen bereit hält, die uns auch wiederum für unser eigenes Leben viel bedeuten können. Es ist ein Wechselspiel, welches sich (im Optimalfall) gegenseitig begünstigt: die Einsamkeit und die Geselligkeit.

Samstag, 26. November 2011

Das heutige Zitat auf zitate-online.de ist von "Christine von Schweden" und ist mMn sehr schön. Es lautet: „Die Natur macht Frauen verschieden - die Mode macht sie gleich.“

Christine von Schweden lebte im 17. Jhd. Das Zitat besitzt aber auch aktuell eine hohe Brisanz, da wir in einer von den Medien geprägten Zeit leben. In dieser werden gerne Ideale von Frauen suggeriert, an denen sich viele (vor allem Pubertierende) orientieren. Sie versuchen also durch Mode, Trends, Styling (Schminken) etc. sich hervorzuheben. Doch allzu oft sehen Mädchen und Frauen dadurch eher gleich aus, als Besonders. Wahre Einzigartigkeit erlangen Frauen durch Authentizität und Natürlichkeit, also nicht dadurch, dass sie sich "verkleiden" oder "bemalen". Schönheit einer Frau kommt von innen, auch wenn das abgedroschen klingt, ist es wahr.

Donnerstag, 24. November 2011

Das heutige Zitat ist von Dietrich Bonhoeffer: „Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

Oft möchte man etwas richtig machen und konzentriert sich dann so darauf, dass man es am Ende zu kompliziert macht und dadurch eben nicht so macht, wie man es sich vorgestellt hat. Man sollte über Dinge, die man tut, nicht zuviel nachdenken und sie einfach angehen. Natürlich muss man sich vorher überlegen, ob es gut ist, dies oder jenes zu tun. Wenn man die Entscheidung aber dann getroffen hat, sollte man über das "wie" nicht zuviel Gedanken verlieren. Letztendlich sollte man auf sein inneres Gefühl hören, welches meist richtig liegt. Und schließlich ist es ja auch so, und das sollte die Schlussfolgerung (aus diesem Zitat) sein: Aus Fehlern lernt man.

Über Zitate reden

Im Blogteil "creative" möchte ich künftig über Zitate reden. Ob das monatlich, wöchentlich oder täglich geschieht, steht noch nicht fest. Das hängt von meiner Muse ab. :-)

Update 29.06.2019

Ich werde wieder einmal versuchen regelmäßiger zu posten. Es wird an dem Tag immer das jeweilige Tageszitat von www.zitate-online.de sein. 

Liebe Grüße

Euer Michael Fuel